60plus besuchte AWO-Wohngemeinschaft „Vergissmichnicht“

Gruppenbild der Besucherinnen und Besucher in der WohngruppeWie will und kann ich im Alter leben und welche Möglichkeiten gibt es? Fragen, die Viele bewegen. Die Jungen, die sich für die Eltern sorgen und sie gerne in einem guten Heim sehen würden. Die Älteren, die zwar merken, dass sie den Alltagsanforderungen kaum mehr gewachsen sind. Doch sie zögern, bis sie sich letztendlich selber fragen: Wo und in welchen Heim könnte ich noch ein wenig so leben wie bisher gewohnt?

Wir von 60plus fragen uns das auch und immer wieder und handeln, indem wir uns immer wieder Heime, klassische Altersheime oder spezielle Pflege- und Tagesheime oder die neuen Wohngemeinschaften ansehen. Dabei gilt unser Interesse den Räumlichkeiten und dem Ambiente. Wichtig ist das Konzept: Wie eng, streng oder eher locker getaktet sind die Tagesabläufe; wieviel Spielraum bleibt für eigene Interessen und Vorlieben; gibt es Angebote kulturell-, sportlich- oder unterhaltsam-anregender Art!

Am 13. Juni ging’s zum Verein Wohngemeinschaft Vergissmichnicht e.V. nach Möhrendorf, wo uns Frau Jutta Helm und Frau Rohr begrüßten und uns das Konzept der Wohngemeinschaft und die Wohngemeinschaft selbst vorstellten. Ziel der WG ist es, den Bewohnern bei zunehmendem Hilfe- und Pflegebedarf ein unabhängiges, selbständiges bzw. selbstbestimmtes Leben und Wohnen zu ermöglichen, so demenzkranke Menschen aus ihrer Isolation herauszuführen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. In den zwei Wohngemeinschaften für demenziell erkrankte Menschen finden jeweils zwölf Menschen ein Zuhause.

Den Mittelpunkt jeder Wohngemeinschaft bildet die große Wohnküche, in der die Bewohner auf Wunsch zusammen kochen, Hausarbeiten verrichten oder einfach Zeit miteinander verbringen. Ganz wie zu Hause eben. Jeder Mitbewohner hat sein eigenes, nahezu barrierefrei gestaltetes Zimmer, das er nach seinen individuellen Wünschen einrichtet. Räume wie Wohnzimmer, Wohnküche und Essbereich, Gemeinschaftsterrassen und der Garten werden gemeinsam genutzt. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen so lange wie möglich selbstbestimmt in einem vertrauten Umfeld leben können.

Neben einem ambulanten Pflegedienst, der bei Bedarf zur Verfügung steht, sind zudem rund um die Uhr Präsenzkräfte vor Ort. Sie fungieren als Alltagsbegleiter, sind für die Bewohner da. Wenn nötig geben sie Hilfestellung und ganz wichtig: Sie haben Zeit für die Bewohner.